Allerheiligen

Allerheiligen - Wir gedenken unserer lieben Verstorbenen

 
Wer sind die Menschen, an die wir am Fest „Allerheiligen“ denken?

Für die berühmte und heiliggesprochene Ordensfrau Mutter Teresa sind Heilige Menschen, die den Willen Gottes an sich geschehen lassen. Dies erinnert an Maria, die auf die Botschaft des Engels antwortete: „Mir geschehe nach deinem Wort“.

Unzählige Menschen haben in ihrem Leben den „Willen Gottes an sich geschehen lassen“. Sie haben sich Gott nicht in den Weg gestellt, sondern waren offen für sein Wirken in der Welt. Bei genauerem Hinsehen finden wir solche Menschen nicht nur im Heiligenlexikon, sondern womöglich auch in der Geschichte der eigenen Familie: An sie denken wir an Allerheiligen in besonderem Maße.


An Allerheiligen schmücken wir die Gräber. Das Grün und die Blumen bringen unsere österliche Hoffnung zum Ausdruck. Die aufgestellten Lichter erinnern uns an das „Ewige Licht“, das Christus selber ist. Und bei aller Trauer um liebe Menschen bekennen wir, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern das Leben.

So gehört zum Gräberbesuch an Allerheiligen das dankbare Erinnern an liebe Menschen, aber auch das Wissen um die Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens.

Allerheiligen - ein Fest dankbarer Erinnerung an liebe Menschen, die an sich den Willen Gottes geschehen ließen. Allerheiligen ist aber auch Impuls, das eigene Leben vor Gott zu bedenken.

In diesem Sinn tut uns ein solches Fest gut - und auch der Besuch der Gräber auf dem Friedhof. Er macht uns vor Gott zu einer Gemeinschaft der Lebenden und der Verstorbenen.

In der Kirche und in jeder Gemeinde hat man immer wieder versucht - auch angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen - würdige Formen des Abschieds und der Trauer zu finden. Trauer und Schmerz sollen darin genauso ihren Platz haben wie dankbare Erinnerung und österliche Hoffnung.

  

Dr. Robert Koczy

Pastoralreferent mit Dekanatsauftrag

Günter Stauß

Klinik- und Heimseelsorger
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