Vielfältige Aufgaben werden durch den Organisten mit einer Orgel erfüllt: Begleitung des Gemeindegesangs und des Chores, Begleitung liturgischer Handlungen, Begleitung von anderen (Solo-) Instrumenten, festliche Musik zu Beginn und Ende von Gottesdiensten, meditative Musik, Live-Musik aus dem sehr reichen Literaturschatz der Orgelkompositionen in Gottesdiensten und Konzerten.
Nach mehreren unbefriedigenden Vorgängerinstrumenten (mit zum Teil großen Erweiterungen) musste aufgrund der deutlichen Mängel eine ganz neue Lösung gefunden werden. So kam es 1989 zum Neubau der Orgel durch die Orgelbaumeisterstätte Claudius Winterhalter aus Oberharmersbach/Schwarzwald. Nach französischem Vorbild des späten 18. Jahrhunderts entstand ein Werk auf „einer Ebene“ mit einer 11-achsigen Gliederung:
- Hauptwerk, Positiv und Schwellwerk (hinten) auf 3 Manualen (alle auf Principal 8`-Basis) und Pedal.
- Die Orgel besitzt 40 Register, davon 7 Zungenregister und ca. 3500 Pfeifen.
- Im Récit sind alle Flötenregister überblasend und die Mixturen insgesamt tiefliegend; der Winddruck ist geteilt in Bass und Diskant.
- Die Orgel ist ganz aus naturbelassener Eiche gebaut und besticht durch einen wunderbaren, warm-tragfähigen Klang, sowohl in den Einzelstimmen wie auch im „Großen Werk“.
- Mechanische Spiel- und Registertraktur, Setzer 8x8.
Die Schleierbretter gestaltete Michael Steigerwald-Gesell (Lobpreis: mit Augen und Mund, Herz und Hand….), ebenso die geschnitzte Kröte (Bufo tuberanus= Tauberkröte), die oben rechts auf der Orgel sitzt (die Kröte ist das Wappentier Tauberbischofsheims) und auch tatsächlich quaken kann (durch eine eingebaute kleine, allerdings abgesägte Pfeife).
Klangschönheit und Qualität des Baus machten diese Orgel weit bekannt.
Der Ruf der Winterhalter-Orgel ist deutschlandweit und international gewachsen, zahlreiche Organisten haben hier sehr gerne als Gast gespielt. Auch Pfarrgemeinden “pilgern” hierher, um sich bei einem geplanten Neubau über hervorragenden Orgelbau anschaulich zu informieren. Bericht: Brigitta Meuser

























