Günter Stauß
Klinik- und Heimseelsorger
Seelsorgeteam Mein Name ist Günter Stauß. Ich komme aus Ettlingen, bin 56 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau in Buchen.
Vielleicht kennen Sie mich noch aus der Zeit, als ich zehn Jahre die Diözesanstelle in Hainstadt geleitet habe. Dort waren meine Aufgaben die Qualifizierung und Begleitung ehrenamtlich Engagierter, sowie die Beratung von Personen und Gemeinden zu Fragen der Ehrenamts- und Kirchenentwicklung. Beides hängt ja eng miteinander zusammen.
Davor habe ich acht Jahre als Dekanatsreferent im Dekanat Mosbach-Buchen gearbeitet. Immer ging es um die Frage: Wie geht es mit der Kirche weiter? Vor ca. drei Jahren wurde bei mir die Frage unüberhörbar laut: Wie geht es mit dir selbst beruflich weiter? So aufdringlich und gleichzeitig verwirrend hatte sich mir diese Frage noch nie gestellt. Immer gab es irgendwelche Ideen oder Angebote, die ich mir vorstellen konnte. Dieses Mal nicht. Ich nahm eine Sabbatzeit und danach unbezahlten Urlaub, in dem ich manches ausprobierte.
Dabei hat mich stets die Frage begleitet: Was war deine Motivation, um nach dem Abitur nach Freiburg zu gehen und Theologie zu studieren? Auf den Punkt gebracht war die Antwort: Weil mir der Glaube so wichtig ist. Weil ich beruflich das machen wollte, was ich als junger Mensch erlebt habe. Das waren haupt- und ehrenamtlich Seelsorgende, die mir Mut gemacht und etwas zugetraut haben; bei denen ich wachsen und Fehler machen durfte, zweifeln und suchen. Seit Anfang September arbeite ich nun wieder als Seelsorger. Ich beginne diese neue Aufgabe in der Klinik und den Seniorenheimen mit großem Respekt: Respekt vor der Arbeit als Nachfolger der beiden Ordensschwestern, Sr. Tessy und Sr. Anitha. So oft habe ich jetzt schon den dankbaren Satz gehört: „Wir hatten Sr. Anitha sehr ins Herz geschlossen.“ Oder: „Sr. Tessy war wunderbar.“
Respekt vor den Lebensgeschichten der Menschen in der Klinik und den Heimen. Auch ihnen stellt sich durch Krankheit, Einschränkungen oder auch mit Blick auf den Tod die laute und verwirrende Frage: Wie geht es mit dir persönlich weiter? Respekt vor den Glaubens- und Weltanschauungen der Menschen, denen ich hier begegne. Ich erlebe es als sehr lebendig und wohltuend, dass sich meine Bilder über die Welt, den Glauben und die Kirche verändern, vor allem weiter und größer werden. Das tut gut.
Günter Stauß
Pastoralreferent
Seelsorger im Krankenhaus und in Seniorenheimen in TBB

















