ACK zieht positive Bilanz ihrer 258. Mitgliederversammlung in Rastatt
20.03.2026 |
Zeichen der Einheit, klare Stimme für den Frieden und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft
Rastatt. Mit einer Reihe bedeutender Beschlüsse und Impulse ist am 19. März 2026 die 258. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in Rastatt zu Ende gegangen. Zwei Tage berieten die Delegierten über zukünftige Perspektiven, diskutierten geopolitische Krisenherde und feierten die Aufnahme eines neuen Vollmitlieds.
Aus aktuellem Anlass verabschiedeten die Delegierten am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung „in Sorge um den Frieden“. Die ACK ruft darin eindringlich zu Dialog, Gebet und internationaler Solidarität auf und bekräftigt ihre Überzeugung, dass nachhaltiger Frieden nur durch Verständigung und Diplomatie erreicht werden kann. Zugleich unterstreichen die Kirchen ihre gemeinsame Verantwortung, sich weltweit für Gewaltfreiheit, Menschenwürde und Religionsfreiheit einzusetzen.
Ein sichtbares Zeichen wachsender ökumenischer Verbundenheit ist die Aufnahme der Kirche des Nazareners als 20. Vollmitglied in die ACK. Die Mitgliederversammlung würdigte damit das langjährige Engagement der Kirche in der ökumenischen Zusammenarbeit und setzte ein klares Signal für die Vertiefung der Einheit der Christen in Deutschland.
Breiten Raum nahmen zudem die Beratungen über die Zukunft der ökumenischen Arbeit in Deutschland angeischts zunehmender finanzieller Herausforderungen ein. Die Delegierten verständigten sich auf Perspektiven zur Weiterentwicklung der zukünftigen Arbeitsstrukturen in sich wandelnden kirchlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Auch personelle Entscheidungen wurden getroffen: Bischof Werner Philipp (Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland) wurde als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand der ACK nachgewählt. Er folgt auf den ausgeschiedenen Pastor Christoph Stiba (Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden).
Ein weiteres wichtiges Anliegen war der Antrag der Interkulturellen Pfarrkonferenz (IPK) auf Beobachterstatus in der Mitgliederversammlung. Die rund 60 Delegierten der nun 20 Vollmitgliedskirchen unterstützten diesen Antrag einstimmig und mit großem Zuspruch in der Aussprache. Mit diesem positiven Votum wird der Antrag nun den Mitgliedskirchen der ACK zur endgültigen Zustimmung vorgelegt.
Die 258. Mitgliederversammlung hat damit sowohl inhaltlich als auch strukturell wichtige Impulse gesetzt. Die ACK sieht sich gestärkt in ihrem Auftrag, die ökumenische Zusammenarbeit über 2028 hinaus zu gestalten, gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten und die Stimme der Kirchen in gesellschaftlichen Fragen hörbar zu machen.
Der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Reverend Christopher Easthill dankte den teilnehmenden Delegierten für ihr Engagement und aktive Mitarbeit: „Ich freue mich, dass wir wieder auch über schwierige und kontroverse Themen über Konfessionsgrenzen hinweg miteinander diskutieren konnten. Es ist wichtig, dass wir als Kirchen gemeinsam auftreten und wo immer möglich mit einer Stimme sprechen. Dazu trägt das gemeinsame Gebet, der offene Austausch und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in gelebter Gemeinschaft bei."
(Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland)

































