Ostern in unseren Gemeinden

20.04.2025 | Vom Kreuz der Trauer zum Zeichen der Hoffnung

Das Osterkreuz macht sichtbar: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Leid und Dunkelheit sind überwunden.

Am Karfreitag wurden während der Kreuzverehrung Blumen am Kreuz abgelegt – stille Zeichen der Trauer, des Mitgefühls und der Verbundenheit mit dem Leiden Jesu. Jeder einzelne Blütenstiel wurde dabei zum Ausdruck einer persönlichen Bitte, eines stillen Gebets, eines Moments der Besinnung.
 
Aus diesen Blumen ist zu Ostern ein leuchtendes Osterkreuz entstanden. Es steht nun sichtbar in der Kirche – bunt, lebendig, aufblühend – und erzählt von der verwandelnden Kraft der Auferstehung. Was am Karfreitag noch Ausdruck von Schmerz und Leid war, ist nun Zeichen des Lebens geworden.


Buntes Osterkreuz in der Stadtkirche St. Martin, Tauberbischofsheim
 

Das Osterkreuz macht sichtbar: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Leid und Dunkelheit sind überwunden. „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden“ – dieser österliche Ruf bekommt hier ein lebendiges Bild.
 
So wurde die Osterfreude nicht nur gefeiert, sondern auch spürbar: im Licht, in der Musik, im Gebet – und im Anblick eines Kreuzes, das von neuem Leben erzählt.

 
Buntes Osterkreuz in St. Laurentius, Dittwar 
 
Vielen Dank allen, die dieses Jahr wieder dazu beigetragen haben, dass wir die Kar- und Ostertage und die Erstkommunion in feierlichem Rahmen begehen konnten, die als MesnerInnen, OrganistInnen, Verantwortliche für den Blumenschmuck, WortgottesdienstleiterInnen, MinistrantInnen, LektorInnen, KommunionhelferInnen, ChorleiterInnen, Bandmitglieder und SängerInnen tätig sind. Auch viele andere Gemeindemitglieder haben sich engagiert, wobei vieles im Hintergrund geschieht. Herzlichen Dank für diesen wertvollen Dienst.
 
Die Osterkerzen in unseren Kirchengemeinden sind auch in diesem Jahr auf vielfältige und kreative Weise zum Jahresmotto 2025 „Pilger der Hoffnung - Sehnsucht nach Frieden“ gestaltet worden. In der Osternacht wurden sie in die dunklen Kirchen getragen – als sichtbares Zeichen für Christus, das Licht der Welt, das unsere Wege erhellt und uns Orientierung schenkt.
 
Als Pilgerinnen und Pilger sind wir gemeinsam unterwegs – durch eine Welt, die sich zutiefst nach Frieden sehnt und doch oft vom Gegenteil geprägt ist. Die Osterkerze erinnert uns: Christus geht mit. Sein Licht, seine Nähe, seine Hoffnung begleiten uns. Gerade in Zeiten von Unsicherheit, Erschöpfung und Sorge ist sie ein Zeichen des Trostes und der Ermutigung: Wir sind nicht allein.
 
Ein herzliches Dankeschön allen, die die Osterkerzen auch in diesem Jahr mit so viel Ausdruck, Sorgfalt und Liebe gestaltet haben. Ihre Botschaft leuchtet weiter – weit über die Osternacht hinaus.