„Komm zur BeSINNung…“

18.09.2024 | Leitgedanken

von Dr. Robert Koczy, Pastoralreferent

Ich hoffe, Sie hatten eine erholsame Sommerpause. Ausspannen und zur Ruhe kommen, Kräfte Tanken für die Aufgaben, die vor uns liegen, ist immer wieder notwendig, damit wir nicht ausbrennen. Im großen Stil tun wir das gemeinhin im Urlaub. Doch auch im Alltag braucht es immer wieder solche Luftlöcher: Momente des Atemholens und der Neuausrichtung. So haben wir eine Reihe von Angeboten in unser Programm gesetzt, um genau dazu einzuladen.
 
„Komm zur Besinnung“ möchte ich das Ganze gern überschreiben. Es ist sicher kein Zufall, dass das zentrale Wort, das hier umbaut ist, der SINN ist. Denn genau darum geht es: nach dem SINN all dessen zu fragen, mit dem wir unser Leben, ob freiwillig oder unfreiwillig, tagtäglich anfüllen. Wozu dient es? Zu einem Mehr an Leben oder kostet es nur Kraft?
 
Hellhörig sollte es uns auch machen, dass der Begriff SINN in unsrer deutschen Sprache noch eine zweite Ausrichtung hat: Wir sprechen von unseren Sinnen, wenn es darum geht etwas wahrzunehmen. Wir können mit der Welt, mit uns selbst und schließlich auch mit Gott nur mit unseren Sinnen in Kontakt treten. Leider werden diese in unserer modernen Gesellschaft oft überstrapaziert: Ständig sind wir einer Fülle von Bildern, Geräuschen und Meldungen ausgesetzt. Was davon wichtig, richtig und notwendig ist, lässt sich bei der Flut von Informationen kaum mehr sortieren und eruieren.
 
Es wird offensichtlich immer notwendiger, auszuwählen und gezielt hin zu schauen, hin zu hören, bewusst wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Zu sortieren, was wir in unsere Kommandozentrale - unser Gehirn, unser Herz und unsere Seele - einlassen. „Mensch, tu Dir was Gutes“ und steig immer mal wieder für einen Moment aus dem Karussell aus.
 
Genau dazu möchten wir Sie in nächster Zeit immer mal wieder einladen. Hierzu haben wir zusätzlich zu unserem normalen „Gemeindeprogramm“ einige „Formate“ kreiert, die dies besonders ermöglichen wollen (Chorraum-Gottesdienste, Gottesdienst „Atemholen“ und die Aktion „Mit der Bibel durch den Herbst“). Zu Kommen ist der einzige Schritt, den wir Ihnen nicht abnehmen können. Wir freuen uns auf Sie!
 
Ihr Robert Koczy, Pastoralreferent
 
  

Dr. Robert Koczy

Pastoralreferent mit Dekanatsauftrag
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