Das Sakrament der Versöhnung
Jeder Mensch hat Schwächen und Fehler, jeder kann schuldig werden, wenn er Unrecht tut oder anderen etwas schuldig bleibt. Wer sich mit Gott und den Mitmenschen versöhnen will, ist herzlich eingeladen, zur Beichte zu kommen und einen Neuanfang zu machen.
Viele Katholiken gehen nicht mehr zur Beichte. Das kann verschiedene Gründe haben: Die Scheu sich den dunklen Seiten des Lebens zu stellen, vielleicht auch negative Erfahrungen mit diesem Sakrament oder die Haltung, Fehler nur bei anderen zu sehen und nicht bei sich selbst. Der eigentliche Grund aber liegt meist in der Unkenntnis dessen, was Beichte ist, und dass sie wirklich heilen und befreien kann.
Informationen dazu auch in einem kurzen Film unter (externer Link):
Theologische Bedeutung: das Sakrament der Versöhnung
Jeder Mensch hat Schwächen und Fehler, jeder kann schuldig werden, wenn er Unrecht tut oder anderen etwas schuldig bleibt. Wer sich mit Gott und den Mitmenschen versöhnen will, ist herzlich eingeladen, zur Beichte zu kommen und einen Neuanfang zu machen. Durch die Beichte empfängt ein Mensch Gottes Vergebung und es zeigt sich: Gottes Liebe ist größer als unser Versagen.
Die Grundaussage des christlichen Glaubens besteht darin, dass wir Menschen von Gott geliebt sind - bedingungslos, ohne jede Einschränkung. Die Liebe Gottes gilt uns immer, auch und gerade in unserem Versagen und an den Grenzen unserer eigenen Möglichkeiten. In der Zusage der Vergebung kommt zum Ausdruck, dass uns die Möglichkeit zum Neuanfang geschenkt wird und wir nicht bei Negativem stehen bleiben müssen. Im Sakrament der Versöhnung - in der Beichte - geschieht dies in ganz persönlicher Weise.
In jeder katholischen Kirche gibt es einen Beichtstuhl. Dieser bietet eine gewisse Anonymität. Manchen Menschen fällt es leichter, über ihre Sünden und Verfehlungen zu sprechen, wenn sie ihrem Gegenüber nicht direkt in die Augen schauen müssen. Andere hingegen möchten ihren Gesprächspartner sehen und schätzen daher die Atmosphäre eines persönlichen Beichtgespräches mit einem Priester.
In jeder katholischen Kirche gibt es einen Beichtstuhl. Dieser bietet eine gewisse Anonymität. Manchen Menschen fällt es leichter, über ihre Sünden und Verfehlungen zu sprechen, wenn sie ihrem Gegenüber nicht direkt in die Augen schauen müssen. Andere hingegen möchten ihren Gesprächspartner sehen und schätzen daher die Atmosphäre eines persönlichen Beichtgespräches mit einem Priester.
Beichte
Generell können Sie bei jedem Priester in jeder Pfarrei die Beichte ablegen. Das heißt, dass Sie den Priester nicht kennen müssen, um bei ihm die Beichte abzulegen. Es kann aber auch besser sein, einen Priester zu wählen, der Ihren Lebensweg kennt und daher viel persönlicher auf Sie eingehen und Sie auf Dinge hinweisen kann, die Sie selbst vielleicht noch gar nicht so gesehen haben.
Sie sollten daher überlegen, welche Gesprächssituation Ihnen mehr liegen könnte und in welcher Umgebung Sie ungezwungener über Ihren Glaubens- und Lebensweg sprechen wollen. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie unsere Priester auch im Vorfeld ansprechen und um Rat bitten. Am Ende der Beichte gibt Ihnen der Priester die die Lossprechung (Absolution), dadurch werden Sie mit Gott versöhnt.
Das Beichtgeheimnis ist eines der strengsten Pflichten eines Priesters und darf nie gebrochen werden, er ist zum absoluten Stillschweigen über den kompletten Inhalt des Gespräches verpflichtet. Er darf sich weder mit anderen Priestern über das Beichtgespräch unterhalten noch weltlichen Gerichten oder der Polizei Auskünfte über das Gespräch erteilen.
Die Beichte besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen: Dem Bekenntnis der Sünden und der Lossprechung durch den Priester. Die entscheidenden Worte dabei lauten: „Ich spreche dich los von deinen Sünden, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
Die Vergebung wird von Gott geschenkt, aber der Mensch kann und soll auch etwas dazu beitragen, indem er den Weg der Umkehr beschreitet. Wichtig sind dabei vor allem folgende Schritte:
- Besinnen: Ich überlege, was ich falsch gemacht oder versäumt habe.
- Bereuen: Es tut mir leid, dass es geschehen ist und meine Beziehung zu anderen verletzt hat.
- Bekennen: Ich stehe zu meinen Fehlern und spreche meine Schuld aus.
- Büßen: Ich setze ein Zeichen der Wiedergutmachung.
- Bessern: Ich nehme mir vor, mich zum Guten zu ändern.
In unserer Seelsorgeeinheit
Neben dem oben beschriebenen Angebot der Einzelbeichte gibt es in der Advents- und Fastenzeit als Vorbereitung auf die Hochfeste in unserer Seelsorgeeinheit das Angebot von Bußandachten. Dabei sind die Gläubigen eingeladen, miteinander das eigene und das gemeinschaftliche Leben zu bedenken, sich zu besinnen, den Zuspruch aus dem Wort Gottes zu hören und seinen Segen zu empfangen. Die Bußfeier wurde als gemeinsame Vorbereitung auf die sakramentale Beichte eingeführt - sie ist jedoch kein Sakrament und ersetzt damit die persönliche Beichte nicht.
Beichttermine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Lioba-Wegweiser. Beichtmöglichkeiten gibt es in der Regel samstags um 17:30 Uhr vor den Vorabendgottesdiensten abwechselnd in St. Bonifatius und St. Martin.
Wenn Sie ein Beichtgespräch möchten oder bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Pfarrbüro oder an das Seelsorgeteam.
Text: Seelsorgeteam TBB



















