Seit ältester Zeit ist der Monat Mai in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet. Und für viele Gläubige sind die damit verbundenen Traditionen – so zum Beispiel die besonders geschmückten Marienaltäre, die Maiandachten, die vertrauten Lieder – zu einem wichtigen und liebgewonnenen Bestandteil ihres Glaubenslebens geworden.
Und begibt man sich auf eine biblische Spurensuche, ergibt sich aus den Worten der Heiligen Schrift ein äußerst interessantes und vielschichtiges Bild, das uns Maria als bedeutenden Menschen im Heilsplan Gottes vorstellt: Sei es ihre Bereitschaft, an die ungeahnten Möglichkeiten Gottes zu glauben, wie dies zum Beispiel in der Erzählung über die Verkündigung des Herrn zum Ausdruck kommt (vgl. Lk 1, 26-38), oder auch ihre Gabe, den Lebensweg Jesu in aller Treue und in aller Zurückhaltung mitzugehen, bis hin unter sein Kreuz (vgl. Joh 19, 26f.).
Bei alldem kommt zum Ausdruck, dass man die Person und das Wirken Mariens nur im Blick auf Jesus Christus richtig verstehen und einordnen kann. Gerade dies herauszustellen war ein großes Anliegen des II. Vatikanischen Konzils und auch einiger päpstlicher Lehrschreiben neuerer Zeit (so z.B. „Redemptoris Mater“ von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1987).
Ersichtlich wurde dies u.a. in der Neuakzentuierung der Bezeichnung einiger Festtage im liturgischen Jahreslauf: So wurde aus dem am 25. März terminierten Hochfest „Mariä Verkündigung“ die „Verkündigung des Herrn“ und aus dem Fest „Mariä Lichtmess“ am 2. Februar wurde die „Darstellung des Herrn“.
Maria wird damit noch deutlicher in ihrer engen Verbundenheit zu Jesus Christus herausgestellt und erscheint so in aller Eindrücklichkeit als Frau des Glaubens mit einem bereiten Herzen und einem wachen Geist für Gottes Wirken in ihrem Leben.
Und auf diese Weise wird Maria auch zum Vorbild für unser eigenes geistliches Leben: Sie lädt uns ein, unsere Verbundenheit mit Jesus Christus – grundgelegt in unserer Taufe – immer weiter zu vertiefen und ebenso fest darauf zu vertrauen, dass Gott auch mit unserem Leben einen ganz bestimmten Plan hat.
In den einzelnen Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit feiern wir im Monat Mai an Stelle einer Werktagsmesse eine Maiandacht. Darüber laden zahlreiche Gruppierungen unserer Seelsorgeeinheit zu Maiandachten und Meditationen ein. Die entsprechenden Zeiten finden Sie im Lioba-Wegweiser.
Ein herzliches Dankeschön für die oft aufwendige Vorbereitung dieser Gebetsstunden. Unsere Kirchen zeigen mit den „Maialtären“ etwas von der Marienfrömmigkeit, die bei uns tief verwurzelt ist. Ein herzliches Vergelt´s Gott gilt darum auch allen Verantwortlichen für den Blumenschmuck und allen Spenderinnen und Spendern, die sie mit ihren Gaben dabei unterstützen.













