Johanni
(24. Juni Geburt des Hl Johannes d. Täufers)
Am Johannistag (auch Johanni, Johannestag) gedenkt die Kirche der Geburt Johannes des Täufers. Der Termin steht in enger Verbindung zur am 21. Juni stattfindenden Sommersonnenwende, von der das Fest auch eine Vielzahl - größtenteils noch aus heidnischer Zeit stammenden - Brauchtums übernommen hat. Die theologische Begründung zu diesem Bezug des längsten auf den kürzesten Tag des Jahres finden wir im Täuferspruch in Hinblick auf den kommenden Christus: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
So werden in der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni traditionell vielerorts die Johannesfeuer entzündet. Es ist ein seit dem 12. Jahrhundert belegter Brauch, bei dem es vielerorts üblich war geweihten Wein zu trinken. Zu den Bräuchen zählte in der Johannisnacht auch der Tanz um das Johannisfeuer. Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen und Hagelschäden abwehren.
Michaeli
(29. September, Erzengel Michael und aller Engel)
Im Christentum wird der Erzengel Michael insbesondere als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachen (Höllensturz) sowie als Anführer der himmlischen Heerscharen verehrt. Seinen Namen verdankt er den letzten Worte, die der Satan vor seinem Sturz gehört haben soll: „Wer (ist) wie Gott?“ – eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Mi-ka-el. Zudem wird Michael in der christlichen Tradition als Hüter des Paradiestores dargestellt. Ihm kommt auch die Rolle des „Seelenwägers“ am Tag des jüngsten Gerichts zu.
Seit 493 feiert die Kirche das Fest des hl. Erzengels Michael und aller Engel am 29. September. Im Volksmund wird der Tag auch gern Michaelis oder Michaeli genannt. Ähnlich wir St. Martin und Lichtmess war der Michaelistag in vergangenen Zeiten auch ein traditioneller Termin für die Verdingung von Knechten oder Mägden.
Bericht: Dr. Robert Koczy













