Weinprobe und fröhliche Stimmung

01.12.2025 | im Gemeindehaus St. Bonifatius

Im Gemeindehaus St. Bonifatius fand vor kurzem eine Weinprobe statt, zu der über 60 Gemeindemitglieder auf Einladung des Gemeindeteams St Bonifatius gekommen waren.

Guido Imhof und Simon Kurfess vom Gemeindeteam begrüßten die Gäste zu Beginn und freuten sich, dass so viele gekommen waren. In einem für die Weinprobe vom Gemeindeteam ansprechend dekorierten Gemeindesaal wurde zur Begrüßung zunächst ein Glas Sekt ausgeschenkt, und so startete der Abend gleich in einer freundlichen Atmosphäre. Durch den Abend führten Pfarrer Thomas Holler und Pastoralreferent Dr. Robert Koczy. Sowohl inhaltlich als auch musikalisch. Mit Schifferklavier (Pfarrer Thomas Holler) und Gitarre (Dr. Robert Koczy) spielten sie verschiedene Lieder – Heimatlieder, bekannte Stücke zum Mitsingen (z. B. „Über den Wolken“ oder „Griechischer Wein“) und auch einige fröhlichere Lieder, die für gute Stimmung sorgten, immer passend auch zum vorgestellten Wein. Auch an Gäste, die keinen Wein trinken, wurde gedacht: Es gab frischen Traubensaft und verschiedene alkoholfreie Getränke aus mehreren Ländern. Für das leibliche Wohl gab es eine reichhaltige Vesperplatte, mit sowohl Käse- als auch Wurstauswahl.
 
Dr. Koczy stellte die vier Weine aus der Region vor und gab jeweils einige Informationen zu Herkunft und Besonderheiten. Pfarrer Holler ergänzte dies mit kurzen Bezügen zur Bibel, in denen Wein eine Rolle spielt. So wurde nach dem Begrüßungstrunk mit einem Rosé begonnen. Dr. Koczy erklärte hier zum Beispiel, weshalb der Rosewein aufgrund der Herstellung so genannt wird. Der Riesling, folgte auf den Rosé und wurde mit dem Lied“ Ja so ein guter Weißwein“ ausgeschenkt. Besonderheit hierbei so wusste Herr Koczy zu berichten, dass er aus kleineren Trauben gewonnen und somit die Ernte mühsamer ist, aber dafür gehaltvoll sei und eine gewisse Säure habe. Ein wenig Säure brauche ein Wein, so zitierte Dr. Koczy die Meinung von Winzern.
 
Pfarrer Holler nannte hierzu den Bezug zur Bibelstelle des barmherzigen Samariters, der mit Wein die Wunde des Verletzten desinfiziert hatte. So war hier auch die Säure des Weines vielleicht wichtig. Doch auch das Beispiel der Hochzeit von Kanaa passte hier mit zuerst nicht so gutem und dann gutem Wein. Jeder stellt sich den Himmel anders vor. Doch so sagte Pfarrer Holler mit einem Augenzwinkern, wenn ein Wein auf Erden einen guten Geschmack hat - also schöne Erlebnisse überwiegen, dann erleichtert es einem zu glauben, dass es im Himmel auch schön sein muss.
 
So wurde eine weitere Schunkelrunde nach Ausschank dieses Weines eingeleitet mit dem Lied „wenn im großen Himmel eine kleine Wirtschaft wär. Während die Zuhörer den Wein nach der Vorstellung genossen, spielte das Duo noch das ein oder andere bekannte Lied.
 
Der dritte Wein, den das Gemeindeteam auf der Karte stehen hatte, war ein Spätburgunder (Rotwein). Robert Koczy wusste vom „König der Rotweine“ zu berichten, dass dieser lange braucht, um zu reifen, also die älteste Weinsorte sei. Pfarrer Holler konnte Parallelen ziehen zu gereiften Menschen aus der Bibel oder der aktuellen Zeit. Apostel Paulus, Augustinus, Franziskus oder auch Papst Leo nannte er hier, die in ihrer Zeit und auf ihre Art erst reifen mussten, ehe sie Ihre Aufgabe und Beziehung zu Gott fanden. Auch hier hatten sie wieder passende Lieder ausgesucht und brachten den ein oder anderen Gast zum Mitklatschen oder Singen.
 
Den Abschluss machte ein Gewürztraminer, den das Gemeindeteam einschenkte und den Gaumen des ein oder anderen Gastes nochmals überraschte. Sowohl Pfarrer Holler als auch Robert Koczy waren sich einig, „Wein bleibt immer was Gutes“ und „jeder findet denjenigen  für seinen Geschmack“, ob süßlich, säuerlich  herb oder würzig. Und so sei es auch mit Freunden. Ein guter Freund bleibt auch und verlässt einen nicht. So wurde aus dem Lied „Ein Freund ein guter Freund - kurzerhand „Ein Wein ein guter Wein“ und ließ die Anwesenden erneut mitsingen und schunkeln.
 
Viele nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend in gemütlicher Runde zu genießen. Am Ende des Abends galt es Danke zu sagen an alle Beteiligten, was vom Publikum mit reichlich Applaus gewürdigt wurde. Insgesamt war es ein gelungener Abend mit guter Atmosphäre, schöner Musik und vielen Begegnungen.
                                                                                                                     
Bericht: Petra Vierneisel