Als Pilger der Hoffnung unterwegs
01.10.2025 |
Pilgerreise des Dekanates Tauberbischofsheim führte nach Rom und Assisi
Insgesamt hat diese Pilgerfahrt gezeigt: Auch in Zeiten des Umbruchs (exemplarisch das Dekanat Tauberbischofsheim wird zum Jahresende aufgelöst und geht in zwei große Kirchengemeinden über) kann eine Pilgerreise zu den Wurzeln des Glaubens Hoffnung geben und Mut für die Zukunft machen. Die Begegnung mit besonderen Orten und Zeugen des Glaubens, das gemeinsame Beten und Singen, die bewegenden Gottesdienste, der ungezwungene Austausch und manchmal auch das pragmatische „Anpacken“ zeigte, wie man auch heute in der Gemeinschaft der Kirche unterwegs sein und sich gegenseitig im Glauben bestärken kann. So waren wir miteinander unterwegs als „Pilger der Hoffnung“, wie das Motto des Jubiläumsjahrs 2025 lautet. Bk
Das Dekanat Tauberbischofsheim hatte zum Heiligen Jahr 2025 eine Pilgerreise nach Rom angeboten, die sehr großen Zuspruch fand, sicher auch deshalb, weil mit Dekan Thomas Holler und Pfarrer Dr. Damian Samulski gleich zwei Romkenner „mit an Bord“ waren.
Mit vielen wichtigen Infos und tiefgründigen, wegweisenden Predigtworten bei den täglichen Gottesdiensten in verschiedenen bemerkenswerten Kapellen und Kirchen sorgten sie für spirituelle Impulse und ließen diese Pilgerreise zu einem besonderen Erlebnis werden.
Auf dem Weg nach Rom stand zunächst die Stadt Padua auf dem Programm. Hier gab es eine Zwischenübernachtung und einen Gottesdienst in der Basilika des Hl. Antonius, nach dem man gestärkt die Weiterfahrt nach Rom antreten konnte. Erstes Highlight war dort die Führung durch die Vatikanischen Museen mit den berühmten Skulpturen, Wandteppichen und Gemälden, insbesondere aber mit der Besichtigung der Sixtinischen Kapelle. Dort findet nach dem Tod eines Papstes das Konklave statt und einen neuen Nachfolger Petri wählt, unter den Deckenfresken Michelangelos mit der Erschaffung Adams und dem Jüngsten Gericht.
Ein besonderes Erlebnis war für die Gruppe der Gang durch die Heilige Pforte des Petersdomes, die Besichtigung dieser riesigen Basilika St. Peter und der gemeinsame Gruppengottesdienst in der darunter liegenden Kapelle Madonna Grande Regina. Spannend ging es dann weiter mit einer Stadtführung „Christliches Rom“, zu der u.a. die Päpstlichen Basiliken Santa Maria Maggiore mit dem Grab von Papst Franziskus und San Giovanni in Laterano, die Bischofskirche des Papstes, gehören. Besonders bemerkenswert: Von dort ging die Gruppe zu Fuß zur Basilika Santa Croce in Gerusalemme, wo Reliquien von der Kreuzigung Jesu aufbewahrt werden und zu sehen sind, unter anderem ein Kreuzigungsnagel, ein Stachel der Dornenkrone und vor allem die Tafel mit der Kreuzesinschrift.
Höhepunkt der Pilgerreise war für die meisten Teilnehmer die Papstaudienz. Allerdings war es aufgrund von Baustellen und Sperrungen gar nicht so leicht, mit dem Bus zum Petersplatz zu kommen. Als das geschafft war, konnte man dann doch gute Plätze bei der Papstaudienz ergattern und war Papst Leo XIV. dann ganz nahe, als er mit dem Papamobil über den Petersplatz fuhr, immer wieder anhielt, um Kinder zu segnen, aber auch den Pilgern aus dem Dekanat Tauberbischofsheim zuwinkte.
Am nächsten Tag konnten die Pilger mit einer Führung auch das barocke Rom bestaunen und markante Sehenswürdigkeiten wie die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen, die Piazza Navona und vieles mehr besichtigen. Nach einem Pilgergottesdienst in der Basilika San Clemente (Clemens I. war einer der ersten Päpste) ging es zur Katakombe San Sebastiano, einer der vielen unterirdischen Grabanlagen unter der gleichnamigen Basilika mit dem Grab des heiligen Märtyrers Sebastian. Dann war die Zeit in Rom auch schon zu Ende, die Pilgergruppe trat die Weiterfahrt nach Assisi an, dem Geburtsort des Hl. Franziskus und der Hl. Klara.
Die Gruppe hatte dort Zeit für viel Sehenswertes und Spirituelles: z.B. den Gruppengottesdienst im Konvent San Damiano, dem Ort, an dem Franziskus in einer Vision vom Gekreuzigten aufgefordert wurde, die Kirche wieder aufzubauen (sprich zu erneuern), und wo später die Hl. Klara in dem von ihr gegründeten Frauenkloster gestorben ist. Nach einer Stadtführung mit Zwischenstation am Grab des kürzlich heiliggesprochene „Internet-Patrons“ Carlo Acutis wurde die Basilika San Francesco besucht. Dort führte der Pfälzer Franziskanerbruder Thomas Freidel nicht nur sachkundig durch die Grabeskirche von Franziskus, er zog bei vielen Fresken den Bogen vom Alten Testament zum Neuen Testament und zur franziskanischen Denkweise, so dass diese Führung in besonderer Erinnerung blieb. Auch hier verging die Zeit viel zu schnell. Am nächsten Morgen nach der Hl. Messe in der Basilika Santa Maria degli Angeli mit der Portiunkula-Kapelle ging es weiter über Mailand zum Besuch des beeindruckenden Klosters Einsiedeln in der Schweiz. In der dortigen Magdalenenkapelle stand der Abschlussgottesdienst mit Dekan Thomas Holler und Dr. Damian Samulski im Mittelpunkt. Gutgelaunt ging es abschließend mit einem Zwischenstopp am Rheinfall bei Schaffhausen zurück in das Frankenland.






