Lukas Röder und Markus Rombach zu Diakonen geweiht
23.06.2025 |
Erstmals Diakonenweihe in der Stadtkirche St.Martin in Tauberbischofsheim
Nach dem Gottesdienst wartete vor der Kirche bereits die Stadt- und Feuerwehrkapelle unter Leitung von Gustav Endres, die zu Ehren der beiden neuen Diakone aufspielte. Auch Mechthild Geiger mit dem Chor der Singgemeinschaft Gissigheim hatte eine musikalische Überraschung parat.
Der Empfang rund um die Kirche war vom Gemeindeteam ausgerichtet worden, das für die starke Hitze vorgesorgt hatte, so dass bei Getränken und einem kleinen Imbiss viel Zeit war, miteinander ins Gespräch zu kommen und den neu geweihten Diakonen persönlich zu gratulieren. Sie überreichten Erzbischof Burger ein kleines Präsent und bedankten sich bei allen Mitwirkenden im Gottesdienst und beim Fest vor der Kirche, das die Pfarrgemeinde unter Leitung des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Christian Wamser für sie organisiert hatte. Bericht: Kurt Baumann
Für Lukas Röder und Markus Rombach, aber auch für die fast 1000 Mitfeiernden war es ein besonderer Tag: Die Beiden haben in der Stadtkirche St. Martin in Tauberbischofsheim die Diakonenweihe empfangen.
Sie ist für die zwei Männer eine wichtige Station auf dem Weg zur Priesterweihe und gilt als vorläufiger Höhepunkt auf ihrem Berufungs- und Ausbildungsweg als Priesteramtskandidaten. Seit 2024 absolvieren sie ein Pastoralpraktikum, Markus Rombach in Tauberbischofsheim und Lukas Röder in Wiesloch-Dielheim. In den letzten Wochen haben sie sich intensiv auf ihre Diakonenweihe vorbereitet.
Nach dem feierlichen Einzug mit über 40 Ministrantinnen und Ministranten begrüßte Dekan Thomas Holler mit großer Freude Erzbischof Stephan Burger, der zu diesem Anlass in seine frühere Kaplanspfarrei zurückgekehrt war, ebenso wie sein Sekretär, Domkapitular Bernd Gehrke. Weiter begrüßte er den Regens des Priesterseminars, Weihbischof Dr. Christian Würtz, den Subregens Thomas Stahlberger, Spiritual Dr. Jörg Gabriel, alle Vertreter der Bistumsleitung und alle Seminaristen, die aus Freiburg in den Norden der Erzdiözese gekommen waren. Mit dem Gruß an die Angehörigen der Weihekandidaten machte Dekan Holler deutlich, dass geistliche Berufungen nie für sich allein stehen, sondern nur in guter Gemeinschaft wachsen können und nur im Dienst für die Gemeinschaft sinnvoll zur Entfaltung kommen. Er freute sich, dass die vielen Mitfeiernden den Weihekandidaten den Rücken stärken, sie im Gebet mittragen und ihnen zugleich vor Augen führen, wem sie als Diakone im Namen und Auftrag Gottes dienen sollen.
Nach der Liturgischen Eröffnung durch Erzbischof Stephan Burger stellte Regens Weihbischof Dr. Christian Würtz die beiden Weihekandidaten vor: Lukas Röder aus Grünsfeld-Paimar und Markus Rombach aus Lenzkirch. Erzbischof Stephan Burger ging in seinen Predigtworten der Frage nach „Für wen halten die Leute Jesus?“ Auf diese Frage gebe es bis heute ganz verschiedene Antworten, an denen auch vieles richtig sei. Die Jünger Jesu hätten in ihm den Erlöser Israels gesehen, aber zum Teil mit fragwürdigen Vorstellungen von Macht und Erfolg. Diese Vorstellungen habe Jesus korrigiert und darauf hingewiesen, dass es in seiner Nachfolge in erster Linie um Liebe zu den Menschen gehe und dass es dabei auch Misserfolg, Kreuz und Leid gebe. Im Hinblick darauf fragte der Erzbischof die Weihekandidaten schmunzelnd, ob sie wirklich bereit seien. Er verdeutlichte, dass es im Dienst der Diakone um einen umfassenden Dienst am Nächsten gehe, bei dem man von Christus begleitet und gestärt werde, mehr noch, bei dem Christus durch die Diakone heilsam wirke. Für die Bereitschaft dazu dankte der Erzbischof den beiden Weihekandidaten. Denn mit dieser Bereitschaft hätten sie eine Antwort auf die Eingangsfrage gegeben, wer Christus für sie sei: Der Heiland und Erlöser der Welt.
Nun folgten die besonderen Rituale bei der Diakonenweihe: Zunächst bekundeten die Kandidaten den Willen zur treuen Amtsführung und gaben gegenüber dem Bischof das Gehorsamsversprechen ab. Danach betete die versammelte Gemeinde kniend die Allerheiligenlitanei für die Weihekandidaten, die längs ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden lagen und sich damit symbolträchtig ganz in Gottes Hand gaben.
Die eigentliche Weihehandlung vollzog Erzbischof Burger durch die Handauflegung und das Weihehochgebet. Im Anschluss daran wurden die Diakone mit der Stola und der sogenannten Dalmatik (eine Art Messgewand mit Ärmeln) bekleidet. Da die Verkündigung des Evangeliums eine zentrale Aufgabe von Diakonen ist, wurde ihnen zudem ein Evangeliar überreicht. Am Ende der Weihe gab der Erzbischof den neu geweihten Diakonen als Zeichen der Wertschätzung den Friedensgruß.
Musikalisch gestaltet wurde dieser festliche Gottesdienst der Schola des Prieserseminars Collegium Borromaeum unter Leitung von Eduard Wagner, der auch die Orgel spielte, vom Kirchenchor St. Martin unter Leitung von Ulrike Lauer und vom Bläserensemble Tauberbischofsheim unter Leitung von Matthias Wallny. Organisiert wurde die musikalische Gestaltung von Bezirkskantorin Julia Kohler. Das kräftige Mitsingen der Gottesdienstteilnehmer und der starke Beifall am Ende zeigten die Freude und Begeisterung einer Glaubensgemeinschaft, die mit Gott in Verbindung tritt und sich gegenseitig im Glauben trägt und stärkt.
Nach dem Gottesdienst wartete vor der Kirche bereits die Stadt- und Feuerwehrkapelle unter Leitung von Gustav Endres, die zu Ehren der beiden neuen Diakone aufspielte. Auch Mechthild Geiger mit dem Chor der Singgemeinschaft Gissigheim hatte eine musikalische Überraschung parat.
Der Empfang rund um die Kirche war vom Gemeindeteam ausgerichtet worden, das für die starke Hitze vorgesorgt hatte, so dass bei Getränken und einem kleinen Imbiss viel Zeit war, miteinander ins Gespräch zu kommen und den neu geweihten Diakonen persönlich zu gratulieren. Sie überreichten Erzbischof Burger ein kleines Präsent und bedankten sich bei allen Mitwirkenden im Gottesdienst und beim Fest vor der Kirche, das die Pfarrgemeinde unter Leitung des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Christian Wamser für sie organisiert hatte. Bericht: Kurt Baumann



